So nutzt du 5 Facebook-Profile gleichzeitig: Diese versteckte Funktion kennen die wenigsten

Die meisten Facebook-Nutzer wissen gar nicht, dass sie längst nicht mehr auf ein einziges Profil beschränkt sind. Tatsächlich hat Meta eine Funktion eingeführt, die es ermöglicht, bis zu fünf verschiedene Facebook-Profile unter einem einzigen Account zu verwalten – genauer gesagt ein Hauptprofil plus bis zu vier zusätzliche Profile. Diese Möglichkeit eröffnet völlig neue Perspektiven für die Organisation eurer Social-Media-Präsenz und macht das Jonglieren zwischen verschiedenen Rollen deutlich einfacher.

Warum mehrere Facebook-Profile unter einem Account sinnvoll sind

Viele von uns wechseln täglich zwischen verschiedenen Rollen: morgens die Geschäftsfrau, nachmittags die Hobbyfotografin, abends die Gaming-Enthusiastin. Bisher bedeutete das entweder ein chaotisches Durcheinander im Feed oder die mühsame Verwaltung mehrerer komplett getrennter Accounts mit unterschiedlichen Anmeldedaten. Meta hat erkannt, dass diese Trennung für viele Nutzer wichtig ist und bietet nun eine elegante Lösung an.

Das Besondere dabei: Ihr benötigt keine zusätzlichen E-Mail-Adressen oder Telefonnummern. Alle Profile laufen über eure ursprünglichen Anmeldedaten, sind aber trotzdem voneinander getrennt. Jedes Profil hat einen eigenen Feed, der nach den jeweiligen Interessen ausgerichtet ist, und kann eigene Freundeslisten verwalten. So ist es möglich, ein Profil für kulinarische Interessen zu haben und ein anderes, um mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben.

So funktioniert die Erstellung zusätzlicher Profile bei Facebook

Der Prozess ist überraschend unkompliziert. In den Kontoeinstellungen könnt ihr zusätzliche Profile erstellen, die alle mit eurem Hauptaccount verbunden sind. Facebook führt euch durch den Einrichtungsprozess, bei dem ihr jedem Profil einen eigenen Namen und Profilbild zuweisen könnt.

Ein besonderer Vorteil: Während für das Hauptprofil weiterhin die Klarnamenpflicht gilt – ihr müsst also den Namen angeben, unter dem ihr im Alltag bekannt seid – könnt ihr für alle zusätzlichen Profile beliebige Profil- und Benutzernamen auswählen, solange diese eindeutig und nicht irreführend sind. Diese Flexibilität ermöglicht es, themenspezifische oder interessenbasierte Profile zu erstellen, ohne dabei den vollen bürgerlichen Namen verwenden zu müssen.

Der Wechsel zwischen den Profilen erfolgt mit nur wenigen Klicks, ohne dass ihr euch jedes Mal neu anmelden müsst. Mit einfachen Swipes lässt sich zwischen den verschiedenen Profilen umschalten – ein zusätzliches Aus- und wieder Einloggen ist nicht nötig.

Praktische Anwendungsszenarien für multiple Facebook-Profile

Die Möglichkeiten sind vielfältiger als man zunächst denkt. Ein Profil könnte ausschließlich euren beruflichen Kontakten gewidmet sein – hier postet ihr Branchennews, vernetzt euch mit Kollegen und teilt fachspezifische Inhalte. Ein zweites Profil dient euren engsten Freunden und der Familie, wo private Fotos und persönliche Updates ihren Platz finden.

Besonders interessant wird es für Menschen mit spezifischen Hobbys oder Nischeninteressen. Wer beispielsweise leidenschaftlich gerne Modellbau betreibt, kann ein dediziertes Profil für diese Community erstellen, ohne die restlichen Freunde mit Fachsimpeleien über Airbrush-Techniken zu langweilen. Gleiches gilt für Gaming, Sport, Fotografie oder politisches Engagement.

Datenschutz durch Segmentierung der Profile

Ein nicht zu unterschätzender Vorteil liegt im Datenschutzbereich. Statt mit komplexen Privatsphäre-Einstellungen und unzähligen Freundeslisten zu arbeiten, könnt ihr durch separate Profile eine natürliche Trennung schaffen. Eure Arbeitskollegin muss nicht sehen, dass ihr am Wochenende auf einem Festival wart, und eure Partybekanntschaften bekommen nicht automatisch eure politischen Ansichten mit.

Was ihr über die technischen Beschränkungen wissen solltet

Trotz der Flexibilität gibt es einige Einschränkungen, die Meta bewusst implementiert hat. Die Obergrenze liegt bei fünf Profilen pro Account – eine Zahl, die für die allermeisten Nutzer mehr als ausreichend sein dürfte. Wichtig zu wissen: Die Multi-Profil-Funktion ist ausschließlich für erwachsene Nutzer verfügbar.

Bestimmte Funktionen bleiben auf das Hauptprofil beschränkt. Dazu gehören Facebook-Dating, der Marktplatz und der Profi-Modus. Auch das Erstellen und Verwalten von Seiten ist nur mit dem Hauptprofil möglich. Bei Interaktionen auf Facebook gilt: Ihr könnt einen Beitrag nur mit einem eurer Profile kommentieren oder liken, nicht gleichzeitig mit mehreren.

Benachrichtigungen und Einstellungen für neue Profile

Wenn ihr ein zusätzliches Profil bei Facebook erstellt, gelten zunächst die Standardeinstellungen. Facebook übernimmt Einstellungen für Benachrichtigungen oder Privatsphäre, die ihr auf eurem bereits bestehenden Profil habt, nicht automatisch für das neue Profil. Das bedeutet, dass ihr für jedes Profil einzeln die Benachrichtigungen und Datenschutzoptionen konfigurieren müsst.

Facebook behandelt jedes Profil als eigenständige Entität, was den Newsfeed betrifft. Der Algorithmus lernt für jedes Profil separat, welche Inhalte euch interessieren könnten. Das bedeutet aber auch, dass Benachrichtigungen profilspezifisch sind. Ihr müsst also regelmäßig zwischen den Profilen wechseln, um keine wichtigen Updates zu verpassen – oder die Benachrichtigungseinstellungen entsprechend anpassen.

Häufige Missverständnisse und was wirklich stimmt

Ein verbreiteter Irrtum ist die Annahme, dass zusätzliche Profile völlige Anonymität bieten. Dem ist nicht so. Alle Profile sind eurem Hauptaccount zugeordnet und Facebook weiß natürlich, dass sie zusammengehören. Die Trennung dient primär der Organisation eurer Social-Media-Aktivitäten, nicht der Verschleierung eurer Identität.

Auch solltet ihr nicht davon ausgehen, dass ihr durch mehrere Profile die Reichweite eurer Beiträge künstlich steigern könnt. Das würde gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen. Die Funktion ist explizit dafür gedacht, verschiedene Aspekte eures Lebens zu organisieren, nicht um das System zu manipulieren.

Tipps für die optimale Nutzung mehrerer Profile

Überlegt euch vor der Erstellung zusätzlicher Profile genau, welche Trennungen für euch wirklich sinnvoll sind. Eine zu granulare Aufteilung kann schnell unübersichtlich werden. In der Praxis bewährt sich häufig eine klare thematische Trennung:

  • Ein Profil für berufliche Kontakte und Networking
  • Ein Profil für private Freunde und Familie
  • Weitere Profile für spezifische Interessengebiete oder Hobbys

Gebt jedem Profil einen eindeutigen Namen und ein charakteristisches Profilbild, damit ihr beim schnellen Wechseln sofort erkennt, in welchem Profil ihr euch gerade befindet. Das verhindert peinliche Situationen, etwa wenn ihr versehentlich einen Party-Post auf eurem Business-Profil veröffentlicht.

Nutzt die Möglichkeit, unterschiedliche Seiten und Gruppen pro Profil zu abonnieren. So bleibt jeder Feed thematisch fokussiert und ihr werdet nicht mit irrelevanten Inhalten überschüttet. Das macht das gesamte Facebook-Erlebnis deutlich angenehmer und zielgerichteter.

Für wen lohnt sich die Multi-Profil-Funktion besonders?

Freiberufler und Selbstständige profitieren enorm von dieser Möglichkeit, da sie berufliche Netzwerkarbeit von ihrem Privatleben trennen können, ohne komplett separate Accounts verwalten zu müssen. Auch Content-Ersteller, die in verschiedenen Nischen aktiv sind, finden hier eine praktische Lösung zur Segmentierung ihrer Zielgruppen.

Menschen, die in verschiedenen Communities aktiv sind – sei es lokal in Vereinen und überregional in Interessengruppen – können ihre Netzwerke sauber strukturieren. Das reduziert nicht nur die Informationsflut, sondern macht auch die Interaktion authentischer, weil jedes Profil für einen spezifischen Kontext steht.

Die Multi-Profil-Funktion von Facebook ist eine dieser Features, die im Alltag einen echten Unterschied machen können, wenn man sie richtig einsetzt. Sie bietet die Flexibilität, verschiedene Facetten eurer Persönlichkeit und eurer Interessen zu leben, ohne ständig zwischen komplett getrennten Accounts hin- und herspringen zu müssen. Die Einrichtung ist unkompliziert und die gewonnene Übersichtlichkeit rechtfertigt den kleinen Aufwand allemal.

Wie viele Facebook-Profile würdest du tatsächlich nutzen?
Nur eins reicht mir
Zwei für Beruf und Privat
Drei oder vier verschiedene
Alle fünf möglichen Profile
Klingt zu kompliziert

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